Nächtliche Lärmbelästigung durch Maisernte: Information
In diesem Jahr waren die Anbaubedingungen im Kanton Zürich sehr herausfordernd.
Durch Hitze und Trockenheit musste die Maisernte deutlich früher als in früheren Jahren
angesetzt und oft in die kühleren Nachtstunden verlegt werden. Dies hat jedoch nur
wenig mit einer hohen Arbeitsbelastung zu tun, welche die Betriebe zu Nachtarbeiten
zwingt, sondern hat tiefergehende agronomische Hintergründe. Mais ist in der heuti-
gen Tierhaltung unentbehrlich, wird Mais doch als Viehfutter verwendet und muss dafür
konserviert werden. In der Regel wird der Mais dafür «siliert». Dies ist eine Milchsäu-
regärung unter Sauerstoff-Ausschluss, ähnlich wie der Prozess in der Sauerkrautherstel-
lung. Hierzu müssen die richtigen Bedingungen herrschen, sonst verdirbt der Mais. Wird
der Mais bei hohen Aussentemperaturen geerntet, vergärt er nicht richtig und wird un-
brauchbar. Um dies zu verhindern, mussten die landwirtschaftlichen Betriebe in diesem
Sommer die Ernte teils in die Nacht verschieben. Durch die niedrigeren Aussentempe-
raturen bei Ernte und Einlagerung wird so eine zuverlässige gute Gärung ermöglicht.
Die dabei entstehenden Lärmbelastungen sind sehr bedauerlich, aber unvermeidbar.
Die Verfügbarkeit von Viehfutter ist in diesem Sommer sehr schlecht und würde sich
durch eine Ernte bei Tag weiter verschlechtern.